Werne, 27.09.2019, von Jörg Prochnow

24-Stunden Großübung Wasserschlacht 2019

Großübung am ehemalige Kohlehafen des Gesteinwerks in Werne-Stockum

Der Moorbrand im letzten Jahr hat bewiesen, dass kein noch so ungewöhnliches Szenario an die Realität heran kommt.
Der Einsatz in Meppen hat allerdings auch sehr deutlich gezeigt, dass die reibungslose Zusammenarbeit nur dann funktioniert, wenn alle eingesetzten Fachgruppen "Hand in Hand" arbeiten. In Meppen gab es glücklicherweise diesbezüglich keine Probleme. Dass es in Zukunft auch so bleibt, werden regelmäßige Großübungen mit anderen Fachgruppen von unserer Fachgruppe WP organisiert und durchgeführt. Nach der zweiten Großübung in diesem Jahr stand nun am Samstag die "Wasserschlacht 2019" auf dem Programm, an der mehrere Fachgruppen WP aus ganz Nordrhein-Westfalen mit ca. 120 Helfern teilnahmen.
Einsatzort war der ehemalige Kohlehafen des Gesteinwerks in Werne-Stockum, das und die RWE freundlicherweise zur Verfügung stellte.
Das Szenario war hier: "Aufgrund der lang anhaltenden Dürre sank der Pegel der Lippe derart ab, dass Treibgut in die Ansaugpumpen des Kraftwerks gelangte und diese dadurch völlig zerstört wurden. Die Pumpen haben die Aufgabe, die Kühltürme mit Wasser zu versorgen. Das Kraftwerk musste deshalb vom Netz gehen, was die Folge hatte, dass mehrere Tausend Menschen ohne Strom auskommen mussten. Es ist davon auszugehen, dass die Instandsetzungsarbeiten länger andauern werden. Um Naturschäden zu vermeiden, kann bis auf weiteres kein Wasser aus der Lippe entnommen werden".

Der Auftrag an die Einheiten lautete deshalb, die Sicherstellung der Wasserversorgung für die Kühltürme aus dem Datteln-Hamm-Kanal vorzunehmen und die Sicherstellung der Stromversorgung für die Hafenanlage zu gewährleisten. Ferner Aufbau und Betreiben eines Bereitstellungsraumes für drei Tage. Rund um das Hafenbecken wurden drei Einsatzabschnitte errichtet: Zwei Pumpenstrecken mit ungefähr 5,5 Kilometer Schlauchleitung sowie ein Einsatzabschnitt Beleuchtung und Strom, der die eigenen E-Pumpen und die Lampen mit Energie versorgte.
Im Einsatz waren vier Großpumpen mit einer Förderleistung von 5000 Liter Wasser pro Minute sowie eine Großpumpe mit einer Förderleistung von 15.000 Liter Wasser pro Minute.
Des weiteren diverse Elektropumpen mit einer Förderleistungen zwischen 1000 und 3000 Litern.

Die gesamte Übung begann am Freitag um 18 Uhr und endete am Samstag um 18 Uhr. Nach äußerst anstrengenden 24 Stunden konnten sich die Helfer dann bei einem gemeinsamen Grillabend ausruhen und austauschen.

Für den reibungslosen Ablauf dieser bereits lang im Vorfeld organisierten Großübung sorgten Patrick Mersch als Einsatzleiter sowie Tim Ramin vom OV Kamen-Bergkamen als stellv. Einsatzleiter. Unterstützt wurde unser Ortsverband durch die Fachgruppen Führung/Kommunikation und Logistik aus Dortmund, die für das leibliche Wohl der Helfer während der Übung zuständig war.


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