15.05.2016

Gemeinsam Übung von Feuerwehr, DRK und THW

Bei Abrissarbeiten kommt es durch eine Gasexplosion zum Teileinsturz eines Gebäudes. Mehrere Mitarbeiter des Abrissunternehmens sind unter Trümmern verschüttet und weitere durch umherfliegende Trümmerteile verletzt. In Folge der Explosion wird eine Rohrleitung beschädigt und Gefahrstoff tritt aus. Dieses Übungsszenario erwartete die Einsatzkräfte der Feuerwehr Dortmund, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des THW am 23.April auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Gustav Knepper in Dortmund. Trainiert wurden die technische und medizinische Rettung verletzter Personen sowie die Dekontamination von Patienten und Einsatzkräften nach einem simulierten Gefahrstoffaustritt.

Unter dem Alarmstichwort „TH ABC3“ (unklare größere ABC-Lage) werden Einheiten der ABC-Gefahrenabwehr alarmiert. Das THW übernimmt die Rettung der Verschütteten. Aufgrund des Gefahrstoffaustritts ist ein Vorgehen nur unter Vollschutzanzügen möglich. Diese Aufgabe fällt der CBRN (Chemisch, Biologisch, Radiologisch, Nuklear)-Einheit des THW-Landesverbandes NRW zu. Mit Brechstangen, Hydraulikheber, Greifzug und dem Spreizer schaffen die THW-Kräfte die Trümmer beiseite, um an die eingeschlossenen Personen zu gelangen. Die platzierten Dummies werden nach ihrer Rettung durch realistische Unfalldarsteller der DLRG-Ortsgruppe Unna ersetzt. Die mit verschiedenen Verletzungsmustern geschminkten Mimen sorgen dafür, dass die Retter schnell vergaßen, dass es sich um eine Übung handelt.

Da die Personen mit Gefahrstoff in Berührung gekommen waren, mussten sie in einem Duschzelt  dekontaminiert werden. Erst anschließend konnten sie dem Rettungsdienst des DRK übergeben werden. Die gleiche Prozedur hatten auch die eingesetzten Kräfte zu durchlaufen.

Ziel der Übung war es, eine ausgedehnte ABC-Lage abzuarbeiten und die Zusammenarbeit zu trainieren. Den beteiligten  Organisationen fielen verschiedene Aufgaben zu: Während die Feuerwehr sich um das Auffangen, Abdichten und Abpumpen des Gefahrstoffs  sowie die Dekontamination kümmerte, übernahm das THW die technische Bergung von Verschütteten unter Schutzkleidung. Das DRK baute eine Patientenablage auf und betrieb diese.   

Mehrere Schiedsrichter von Feuerwehr, DRK und THW beobachteten die Übung. Ihre Auswertungen fließen in die Nachbereitung ein.

Das THW beteiligten sich mit 38 Helferinnen und Helfern aus den Ortsverbänden Balve, Dortmund, Kamen-Bergkamen, Lünen und Werne.


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